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Training bei Prüfungsängsten

 

 

Eine kleine Dosis Prüfungsangst ist ganz normal, erst ein Übermaß an Angst wird zum Problem.
Prüfungsangst entsteht aus einem Zusammenwirken von 

  • körperlichen Symptomen (erhöhte Herz-, Atem- und Pulsfrequenz, Muskelanspannung, Schweißausbruch, innere Unruhe, trockener Mund, flauer Magen, ....), 

  • mentalen Symptomen (Denkblockaden, Konzentrationsstörungen, negatives Denken...) und dem 

  • Vermeidungsverhalten (Flucht, Verdrängung, Resignation, Selbstaufgabe).

 

Fühlen wir uns einer Bedrohung ausgesetzt, verhalten wir uns oft wie unsere Vorfahren in der Steinzeit, die innerhalb weniger Sekunden sich für Kampf oder Flucht entscheiden mussten.
Je nach Angstsituation schüttet unser Körper Adrenalin ( „Fluchthormon”) oder Cortisol („Kampfhormon”) aus. 
Was bei sportlichen Wettkämpfen als motivierend und antriebsfördernd empfunden wird, kann in Prüfungssituationen oder bei öffentlichen Auftritten ( Referate, mündlichen Prüfungen...) als angstauslösende Blockade ( „Blackout”) und als Stress empfunden werden, die volle Leistungsbereitschaft verhindert.
Die Erwartungshaltung von Seiten der Schüler bzw. der Eltern spielt hierbei eine entscheidende Rolle.
Während Schüler mit positiven Erwartungen diese natürlichen Ängste als leistungs- steigernd und motivierend empfinden, wirken die Ängste bei einer negativ - pessimistischen Erwartungshaltung leistungsmindernd, frustrierend und führen zur Leere im Kopf - zum Blackout.

Unser Trainingsprogramm bei Prüfungsängsten umfasst die Stärkung des Selbstwertgefühls ebenso wie die Übernahme der Eigenverantwortung bezüglich der Organisation der Hausaufgaben und der Prüfungsvorbereitung.

Auch Entspannungstechniken, mentales Training (positive Denkmuster), bewusste Ernährung und Bewegung sind entscheidend für eine erfolgreiche Angstbewältigung.

 

Können Sie die folgenden Fragen überwiegend mit „Ja” beantworten?

  1. Schläft Ihr Kind vor Schulaufgaben unruhig bzw. gar nicht?  Leidet Ihr Kind vor Schulaufgaben unter Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, 

  2. Verspannungen oder Appetitlosigkeit?

  3. Ist Ihr Kind vor Prüfungen unkonzentriert und auffallend nervös?

  4. Gibt Ihr Kind schnell auf bzw. bezeichnet sich selbst oft als Versager?

  5. Täuscht Ihr Kind öfter mal eine Erkrankung vor oder möchte nicht zur Schule?

  6. Reagiert Ihr Kind bei allem was mit Schule zu tun hat auffallend aggressiv und unbeherrscht?

  7. Denkt Ihr Kind überwiegend negativ - „ Das schaffe ich sowieso nie!”

  8. Hat Ihr Kind zu Hause den Lernstoff beherrscht und in der Schule nicht mehr gewusst?

  9. Werden die Noten immer schlechter, obwohl Ihr Kind viel lernt?

  10. Hat Ihr Kind kaum Kontakte in der Schule oder wird es häufig ausgelacht?

  11. Zieht sich Ihr Kind auch innerhalb der Familie immer mehr zurück?

  12. Bekommt Ihr Kind häufig vor Prüfungen Beruhigungsmittel?

  13. Fängt ihr Kind in Prüfungssituationen zu zittern und zu schwitzen an?

  14. Verschweigt Ihr Kind manchmal Prüfungsergebnisse?

  15. Jammert Ihr Kind über Zeitmangel bei Schulaufgaben, bzw. wird nie fertig? 

  16. Fühlt sich Ihr Kind öfter überfordert?

  17. Hat Ihr Kind eine zu hohe Erwartungshaltung an sich selbst? 

  18. Hat Ihr Kind bei Stegreifaufgaben oder mündlichem Ausfragen bessere Noten als bei Schulaufgaben?

  19. Fühlt sich Ihr Kind durch Ihre Erwartung unter Druck gesetzt?

  20. Äußert sich Ihr Kind zunehmend negativ über bestimmte Fächer oder Lehrer?

Die Beantwortung dieser Fragen hilft Ihnen sich einer eventuell vorliegenden Angstproblematik Ihres Kindes zu nähern, ersetzt aber nicht die genauere Abklärung durch Fachleute!